Geschichte

Die ersten Anzeichen des Anbaus von Olivenbäumen, um Oliven zu pflücken und Olivenöl zu produzieren, gab es auf der Insel Kreta, die sich mitten im Mittelmeer befindet. Der Anbau begann zwischen den Jahren 5000 und 2500 v. Chr. und die ersten schriftlichen Aufzeichnungen darüber stammen schon aus dem Jahr 2500 v. Chr.. Sie befanden sich auf den minoischen Tafeln und belegen die Wichtigkeit, die diese Bäume und seine Produkte, in der damals vom König Minos von Kreta dominierten Welt, besaßen.

Gemälde van Goghs, dem Olivenbaum gewidmet

Im alten Ägypten wurde das Olivenöl überwiegend für die öffentliche Beleuchtung verwendet. Im Gebiet des Niltals wurden die ersten mechanischen Verfahren zur Extraktion des Olivenöls entwickelt. Die damaligen Verfahrensprinzipien werden noch heute auf der ganzen Welt angewendet. In der ägyptischen Zivilisation wurde das Olivenöl in der Küche benutzt und als Abschluss von therapeutischen Behandlungen, in Form eines Olivenölbades, sehr geschätzt. Ebenfalls dienten Teile des Olivenbaumes für spirituelle Zwecke, denn es existieren Beweise, dass Kränze aus Olivenlaub bei Totenzeremonien verwendet wurden, insbesondere auf der Ebene des Pharaos. Es waren die Phönizier, ausgezeichnete Reisekaufleute, die für die Verbreitung des Olivenbaumes ab 1600 v. Chr. an den Mittelmeerküsten verantwortlich waren. So kam der Olivenbaum auch zu den griechischen Inseln, von dort sich einige Jahrhunderte später die griechische Zivilisation entwickelte, die den Olivenbaum und seine Produkte stark aufgewertet haben.

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